Covid-19-Empfehlungen betreffend operativer Eingriffe an Kindern 2020-03-31T12:38:23+01:00

Notfallkontakte

🐧đŸ“Č Dr. Krois: 0677 619 652 78 (Wien)
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Notfallsambulanz Kinderchirurgie AKH Wien:
+43 1 140400 67950 (bis 15 Uhr)
sowie +43 1 40400 32400 (ab 15 Uhr und Nachts)

Notfallsambulanz Kinderchirurgie Donauspital:
+43 1 288 02-4350

Rettung/Notarzt: 144

👉Sollten bei Ihrem Kind mit derzeit verschobenem OP-Termin akute Beschwerden auftreten (vor allem zB bei einem Leistenbruch mit Einklemmung – Schwellung, Schmerzen, Erbrechen) nehmen Sie bitte sofort telefonisch Kontakt mit Ihrem Chirurgen/Chirurgin auf. Sollte dieser nicht erreichbar sein stehen die kinderchirurgischen Spitalsambulanzen rund um die Uhr zur VerfĂŒgung.

CoViD-19 – Empfehlungen zum Umgang mit operativen Eingriffen bei Kindern

Liebe Eltern,
das American College of Surgeons hat eine Liste an Empfehlungen fĂŒr die DurchfĂŒhrung von Operationen an Kindern wĂ€hrend der Coronakrise veröffentlicht. Sollte bei Ihrem Kind eine Operation notwendig sein, wird nach Dringlichkeit gereiht und unter den derzeitigen Bedinungen nur bei akuten und hoch-dringlichen Erkrankungen operiert. Die meisten Eingriffe an Kindern gelten jedoch als „elektiv“ und sollen daher auch aufgrund des geringen Risikos auf Zeiten nach den BeschrĂ€nkungen verschoben werden.

Wir haben Ihnen fĂŒr folgende Krankheitsbilder eine kleine Information zusammengestellt:

Krankheitsbilder

Prinzipiell ist es kein Problem, die geplante Operation eines Leistenbruches fĂŒr ein paar Wochen zu verschieben. Jedoch stellt der Leistenbruch eine Operationsindikation dar, welche mit einem kleinen Risiko der Einklemmnug behaftet ist. Sollten sich Darmschlingen in den Leistenkanal verlagern kann es hierbei zu einer Einklemmung kommen. Das zeigt sich durch die Schwellung welche sich nicht mehr zurĂŒckdrĂŒcken lĂ€sst, starken Schmerzen und eventuell hinzukommenden Erbrechen. In diesem Fall suchen Sie bitte umgehen (auch Nachts!) die nĂ€chste kinderchirurgische Spitalsambulanz auf!

Schmerzfreie Schwellungen welche sich leicht wieder zurĂŒckdrĂŒcken lassen stellen kein Problem dar und die Operation kann zum nĂ€chstmöglichen sicheren geplanten Termin stattfinden.

Sollte Ihr Kind akute Bauchschmerzen entwickeln, eventuell auch in Kombination mit Erbrechen und/oder Durchfall nehmen Sie bitte telefonisch mit Ihrem Kinderarzt kontakt auf. Sollte sich beim GesprĂ€ch oder bei der vom Kindearzt durchgefĂŒhrten Untersuchung der Verdacht einer chirurgischen Erkrankung (BlinddarmentzĂŒndung, Darminvagination etc) ergeben, kommen Sie bitte (am besten mit Überweisung) in eine der kinderchirurgischen Spitalsambulanzen zur weiteren AbklĂ€rung. Dort wird entschieden welche Untersuchungen zur Diagnosestellung wichtig sind und ob eine stationĂ€re Aufnahme und/oder Operation notwendig wird.

Auch wenn die Empfehlungen zur operativen Korrektur eines Hodenhochstandes in den letzten Jahren sukzessive gesenkt wurden (aktuell etwa um das 12. Lebensmonat) ist nicht davon auszugehen dass eine Verschiebung des OP-Termines im Rahmen der Covid-Krise negative Auswirkungen auf den zukĂŒnftigen Verlauf hinsichtlich Fruchtbarkeit und Entartungsrisiko hat. Sie können beruhigt mit Ihrem Kinderchirurgen einen „sicheren“ Termin nach der Krise vereinbaren.

Sollten Sie einen Termin betreffen der Vorhautverengung Ihres Sohnes vereinbart haben, sollte dieser weitestgehend bis nach der Krise verschoben werden. Ein Grund der gegen eine Verschiebung spricht wÀre wenn die Vorhaut mittlerweile so eng ist, dass Ihr Sohn nicht mehr urinieren kann. Bitte nehmen Sie in diesem Fall umgehend Kontakt mit Ihrem Kinderchirurgen auf.

SĂ€mtliche HautverĂ€nderungen welche von Ihrem Kinderchirurgen als mit hoher Wahrscheinlichkeit gutartig eingestuft wurden können auf einem Termin nach der Krise verschoben werden. Ausnahmen betreffen hier schnell wachsende Raumforderungen wo eine bösartige Diagnose nicht mit großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. Sprechen Sie in so einem Fall mit Ihrem Kinderchirurgen.

Je nach Art der angeborenen Fehlbildung gibt es unterschiedliche Nachsorgeintervalle. In den meisten FÀllen können Fragen telefonisch geklÀrt werden und klinische Kontrollen mit Untersuchung von Kindern ohne Beschwerden auf die Zeit nach der Krise verschoben werden.

Erstmaßnahmen und Therapiekontrollen und -anpassungen können in vielen FĂ€llen telefonisch oder via Email eingeleitet werden. Nehmen Sie hierzu gerne mit uns Kontakt auf!

Halten Sie bei Erbrechen bei Ihrem SĂ€ugling telefonsiche RĂŒcksprache mit Ihrem Kinderarzt. Sollte das Erbrechen akut einsetzen und grĂŒnlich sein, ist auf jedenfall eine dringende RĂŒcksprache mit einem Kinderchirurgen und einer sofortigen SpitalsabklĂ€rung erforderlich.

In allen FĂ€llen gilt weiterhin:

# Sozialkontakte meiden
# keine Oma&Opa-Besuche mit den Kindern
# hÀufiges HÀndewaschen
# Maske tragen

Bleiben Sie gesund und passen gut auf sich und Ihre Familie auf!

Die KinderchirurgenÂ đŸ˜·đŸ§đŸŠ 

👉 weiterlesen: FACS Covid-19 Guidelines for Pediatric Patients: https://www.facs.org/
/clin
/elective-case/pediatric-surgery